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Zimteis

Als Kind aß ich unheimlich gerne Zimteis. Es gab da diese eine Eisdiele, die das leckerste Zimteis der Welt machte. Doch dann zogen wir weg und es gab kein Zimteis mehr für mich. Doch auch mehr als ein Jahrzehnt später fuhr ich noch hin, manchmal sogar nur wegen des Eises. Doch dann wurde sie geschlossen, die einzige Eisdiele in meiner Welt mit Zimteis. Und der Tag, als ich davon erfuhr, war ein trauriger Tag. Doch man meint es gut mit mir, und als ich in Großstuben „Cinnamon Garden“ als Namen einer Eisdiele las, hatte ich Hoffnung auf Zimteis. Ich kam, sah und siegte. Es gab Zimteis, es scheint nicht sonderlich beliebt zu sein, da es das nur in einem kleinen Bottich gibt, aber es gab welches. Und so aß ich zwei Kugeln in (zwei verschiedenen) Butterwaffeln, bei Sonnenschein und netter Gesellschaft.

Ich weiß jetzt, wo ich Nachschub bekomme. Auch wenn der Weg nun viel, viel weiter ist, aber eines schönen Tages werde ich nach Polen fahren. Nur um eine Kugel leckeren Zimteises zu essen.
24.8.16 10:29


kein Endspurt, viel mehr ein Auslaufen

Gestern kam ich in Polen an. Früh morgens in Danzig. Und ich kann euch sagen, selbst um 6h ist Getümmel in der Altstadt. Eine schöne Stadt, es lohnt sich wieder zu kommen. Doch das in dieser Weltstadt nur ein einziger Fahrkartenautomat am Bahnhof steht, erschließt sich mir nicht. Ansonsten gibt es eine lange Schlange am Freitagvormittag, eine Zeit zu der ein Großteil wohl arbeitet, um am Schalter zu kaufen. Ich wählte den Automaten, stieg zwei Stunden später in Bydgoszcz aus und hatte den Eindruck, in Rostock gelandet zu sein. Der Aufbau des Bahnhofs scheint mir doch sehr ähnlich.
Anschließend holten mich meine Reisefreunde ab und wir verbrachten den Rest des Tages bei leckerem Essen und guter Unterhaltung. Nun bleibe ich noch hier, dann weiter durch Polen, eh ich in einer Woche wieder in Hamburg bin, sodass dies aller Wahrscheinlichkeit mein letzter Eintrag wird. Bis ganz bald!
20.8.16 08:25


Sprachliches

Dass ich in Lettland von deutsch nach englisch übersetzen würde, hätte ich vorher nicht für möglich gehalten. Doch mit jetzigem Wissen ist das wirklich nicht unwahrscheinlich, denn die Deutschen waren immer mal wieder dort und die Sprache spielt heute noch eine gewisse Rolle. Wobei russisch neben lettisch am Weitesten verbreitet ist. Schon in Estland bestaunte ich die Tiefkühlpizzapackung, die nur estnische, lettische und litauische Zubereitungshinweise vorwies. Nichts mit englischer Sprache.

Man kann so manches Wort im lettischen erraten, oftmals natürlich mit Hilfe von Bildern oder Situationen, aber allein die Aussprache hilft bei Wörtern wie „haoss“, „tualette“, „serviss“ oder „kemping“.

Ansonsten habe ich den gestrigen Tag mit einem deutschen Herren im Rentenalter verbracht und dabei mit Erleichterung festgestellt, dass mir typische Fehler in der deutschen Sprache trotz allem auffallen. In seiner Generation ist „als wie“ leider besonders beliebt, doch bei so kurzer Zeit kann ich das gerade noch verkraften. Amüsant fand ich jedoch, dass er auf Grund diverser langjähriger Auslandsaufenthalte über ausreichend Englisch verfügen müsste, jedoch Tickets in deutscher Sprache bestellt. Dies verwunderte mich sehr, jetzt fällt mir aber auf, dass er womöglich einfach schon erfahrener ist, was die Sprachkenntnisse der Letten angeht. Denn der Busfahrer sprach neben ein oder zwei mir unverständlichen Sprachen nur deutsch, kein Wort englisch, sodass ich für den anderen Touristen im Kleinbus übersetzte.

Und für die Ortsliebhaber: Heute nächtige ich in der Altstadt Kaunas’.

PS: Kann mir jemand die altdeutsche Aussage „Immer wirb das Glück ist mürb’.“ erklären?
15.8.16 13:11


Tag 387 - in Lettland

Am Busbahnhof in Riga zu stehen, macht mich glücklich. Ich kann nicht sagen, was es ist, aber ich fühle es. Erst saß ich mehr als vier Stunden im Bus und sah die Landschaft an mir vorbei ziehen - wieso ahnte ich nicht, was mich im Baltikum erwarten würde? Ich habe mir schlicht nie Gedanken darüber gemacht. Mir gefällt die Landschaft. So viele Bäume, so viel Grün, und dann der blaue Himmel mit den verschiedensten Wolkenmustern. Strahlend blauer Himmel ist herrlich, aber die Kunstwerke der Wolken sollte man auch zu schätzen wissen. (In Südafrika scheint es nur grau oder blau zu geben.) Und so denke ich vor mich hin, über alles mögliche. Es ist keine Achterbahnfahrt, es sind einfach verschiedene Gedanken in alle möglichen Richtungen. Und dann nähern wir uns dem Busbahnhof, ich packe alles wieder in mein „Handgepäck“ und steige aus. Als ich den großen Rucksack rausziehen will, ziehe ich die Bodenmatte mit raus, sodass mir der Busfahrer behilflich ist. Und dann stehe ich einfach nur am Bussteig und schau mich um. Der Busfahrer grinst mich an und fragt sich sicherlich, was ich jetzt vor habe. Oder auch, woher ich komme. Doch ich lächle nur zurück und freue mich darüber, hier zu sein. Unterwegs zu sein. Denn mein nächster Schritt geht ins Gebäude des Busbahnhofs um ein Ticket für die Weiterfahrt zu kaufen. Noch eh ich zu suchen beginne, stolpere ich über einen Automaten, der mir genau das richtige Ticket verkauft. Fertig. Doch schnell noch in die Touristeninfo, wo mich die Dame nur an die Prospekte verwies, als ich sie mit Stadtplan in der Hand fragte, was sie mir denn empfiehlt. Ist das wirklich nicht ihr Job?
Ich gehe wieder raus und setze mich grinsend in die Sonne. Hinter mir ein Gewässer mit Seerosen und vor mir die Bussteige. Reisen macht mich glücklich.

Achso, ich nächtige jetzt in Jekabpils. Google verrät Interessierten sicherlich, wo das ist.
11.8.16 22:56


Zelten? Done.

Ach wie wunderbar. Europa hat mich wieder und ich habe insbesondere das Essen genossen. Mehr das Gesunde als das Ungesunde, aber auf so nem Zeltplatz ist die Auswahl auch nicht allzu groß. Es waren wundervolle Tage mit ganz viel Magie und einer guten Portion Heimat. Doch auch meine Reise hat mich eingeholt, als mein Couchsurfer aus Macao mich hier besuchte. Ich erzählte ihm damals vom Jonglieren und wir stellten fest, dass wir gleichzeitig in derselben Ecke von Holland sind, sodass ich ihm vorschlug, doch einfach vorbei zu kommen.

Nun beginnt die letzte Etappe. Die baltischen Länder kenne ich bisher nicht, sodass ich nun nach Tallinn fliege und mich von dort an Deutschland heranpirsche.
7.8.16 08:23


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