westwärts um die Welt
  Startseite
  Über...
  Gästebuch
  Kontakt

http://myblog.de/westwaerts

Gratis bloggen bei
myblog.de





Noch ne Woche zelten

Nur ein kurzes Lebenszeichen. Europa hat mich wieder, ich landete gestern Abend in Amsterdam und werde die nächsten acht Tage zeltend verbringen. Kein Internet, nehme ich stark an. Ich werde also erst nächsten Sonntag wieder ein Lebenszeichen von mir geben, macht euch keine Sorge, ich genieße Holland solange.
30.7.16 14:20


Tag 372 - Tafelberg

Das Einzige, was man mich fragte, als ich von Südafrika, Johannesburg und Kapstadt sprach, war, ob ich zum Tafelberg möchte. Tafelberg? Nie gehört. (Ja, ich bin ungebildet.) Und so wusste ich nichts zu antworten, bis ich auf meiner Camping Tour davon hörte, dass der table mountain (zu deutsch Tafelberg) IN Kapstadt ist. Nicht nur in der Nähe, sondern in der Stadt. Ja, also dann will ich da wohl hin.
Und während wir in unserem Truck immer näher kamen, hörte ich mehr und mehr vom Tafelberg, sodass ich es auf die Liste setzte. Tafelberg besteigen. Nein, nicht mit der Seilbahn fahren. Dann kamen wir Sonntagabend in Kapstadt an und Montag verbrachte ich bei gutem Wetter mit meinem Couchsurfer. Dienstag war der erste Tag mit Dauerregen. Es gab zwei Tage seit meiner Ankunft in Afrika, an denen es bewölkt war und womöglich ein wenig regnete, aber ansonsten war immer strahlend blauer Himmel am Tag und sternenklare Nacht. Und hier ist Winter!
Wie dem auch sei, am Dienstag stieg ich nicht auf den Tafelberg. Aber heute. Ich verließ um 7h morgens die Dunkelkammer (auch Schlafzimmer genannt) meines Couchsurfers und sah wieder strahlend blauen Himmel. Na dann, wollen wir mal.

Mit zwei Mal umsteigen kam ich dann zur Station der Seilbahn, von wo aus man los läuft. Erst ne Weile auf der Straße und dann steil bergauf. Wirklich steil. Große Steine werden erklommen und ich ging frohen Schrittes, in mittelmäßigem Tempo bergauf. Mir ging die Puste aus. Ja, die Oberschenkel hatten auch gut zu tun, aber wenn, dann ging mir die Puste aus. Doch das hinderte mich nicht daran, nach und nach immer mehr Leute zu überholen, bis ich nach eineinhalb Stunden oben ankam und vor einer großen, weißen Wolke stand. Wenn es irgendwo in Kapstadt eine Wolke gibt, dann am Tafelberg. Doch sie hing nur auf einer Seite, sodass ich auf der anderen die Aussicht genießen konnte. Schon schön. Und so aß ich gemütlich Apfel und Banane (den Apfel bekam ich von einer sehr fürsorglichen Mutter auf dem Straßenstück, die ich nach dem Weg fragte, nachdem sie meine Wasserflasche inspizierte und fragte, ob ich genug Wasser dabei habe, mit dem Kommentar: „You will need it.“) mit schöner Aussicht, eh ich mich an den Abstieg machte.
Schon auf dem Weg nach oben stellte ich fest, dass die herunterkommenden Menschen nicht sehr entspannt aussahen. Und dann verstand ich auch warum. Auf dem Weg nach oben geht einem die Puste aus und die Oberschenkel könnten sich melden, aber auf dem Weg nach unten sind es ausschließlich die Beine. Und die begannen irgendwann sogar zu zittern. Offensichtlich unterschätzte ich weiterhin die Anstrengung des Abstiegs. Runter ist nicht immer leichter als rauf. Und ich hatte genug Energie zur Verfügung, da ich Nudeln, Müsli und sogar Brot mit Frischkäse gefrühstückt hatte.
Doch ich fand eine Abzweigung, bei der ich ne Weile entlang des Berges ging, sodass meine Beine sich erholen konnten. Außerdem kam ich so den vorher entdeckten Wasserfällen näher. Nah, näher, am Nächsten. Durch einen musste ich sogar durchlaufen. Und das im Winter!

So kam ich unbeschadet wieder bei der Seilbahn an und wartete auf den Bus. Es war eine herrliche Wanderung!

Und achso, warum die Wochentage oben wichtig waren? Weil seit Montag (ich erinnere: wir kamen Sonntagabend an) die Seilbahn für zwei Wochen nicht fährt ;-)
…meine armen Mitreisenden der Campingtour. Die wollten doch fast alle auf den Berg rauf und dann gemütlich runterfahren.
27.7.16 20:59


Ende in Sicht

Die Tour nähert sich langsam aber sicher dem Ende. In Hamburg haben die Ferien begonnen und damit ist der Countdown für meine Reise im Ganzen gestartet. Mein Jahr Auszeit ist vorüber, nun sind einfach nur Ferien, die ich - dank neu gewonnener Energie - wunderbar auskosten werde. Ich sprang heute den ganzen Tag wie ein Flummi durch die Gegend und habe meine Mitmenschen amüsiert. Das Frühstück war sehr ausladend mit zwei leckeren Omelettes mit Toast und jede Menge zarter Pfannkuchen sowie Obstsalat. Ich hab zwischen 7 und 9h gemütlich gebruncht und war beim Mittagessen noch ziemlich satt.

Ich bin sehr zufrieden mit all den Entscheidungen, die ich auf dieser Campingtour getroffen habe. Denn auch wenn ich mich gegen die Tagestouren mit den Allradantriebsfahrzeugen entschieden habe, bekam ich am letzten Tag (in einem Nationalpark) doch noch Löwen zu sehen. Ja, richtig gelesen, LöweN, genau genommen Löwinnen. Drei an der Zahl. Und seeehr nah. Ich hab ein oder zwei gute Fotos geschossen und mich an ihrem Spieltrieb erfreut. Ich bin rundum glücklich und finde es dieses Mal sehr schade, dass die Tour endet. Ich könnte (mit dieser Gruppe und genau diesem Reiseleiter) noch länger unterwegs sein. Doch man soll gehen, wenn’s am Schönsten ist und so werde ich in den nächsten Tagen in Kapstadt ankommen und mich von dort wieder melden.
22.7.16 18:32


Tag 362 - Giraffe aus nächster Nähe

Es war mal wieder einer dieser zauberhaften Tage. Irgendwie ein Tag wie jeder andere auch, aber irgendwie auch nicht. Ich bin in Afrika, das ist ja nun schon bekannt. Und ich campe die meiste Zeit. Mal bei Minusgraden, mal bei Plusgraden. Und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass ich unter diesen Bedingungen nicht richtig gesund werden kann. Ich genoss die Tage trotzdem weitestgehend, aber heute genoss ich in vollen Zügen.

Es begann schon mit einem schönen Abend im Areena Resort. Zum ersten Mal fühlte ich mich fit genug und war gewillt, noch nach dem gemeinsamen Essen zusammen zu sitzen und mich zu unterhalten. Danach ging ich noch angenehm warm duschen eh ich mich in meinen Schlafsack mummelte. Aufstehen und Zelt einräumen war heute morgen mal nicht mit tief gefrorenen Fingern verbunden und so konnte ich die French Toast zum Frühstück noch mehr genießen. Und dann ging’s in den anliegenden Tier Park. Jede Menge harmlose Tiere, sodass wir sogar zu Fuß auf die handzahme Giraffe zugehen konnten. Und so kam es, dass die Giraffe viele Hände und ganz viel Haar (sowohl auf dem Kopf als auch im Gesicht) zu lecken bekam. Doch das Shampoo des einen Herren gefiel ihm nicht so, danach ging er lieber Büsche fressen. Doch hey, diese Giraffe bekamen wir aus nächster Nähe zu sehen und anzufassen.

Südafrika, das Land in dem Rehe die sonderbaren Tiere sind.
17.7.16 17:47


Tag 356 - Strandhotel in Durban

Ich habe campen gebucht. Ich bin mir sicher, dass ich campen gebucht habe. Und doch liege ich gerade in meinem riesigen Bett im Doppelzimmer, welches ich allein bewohne, in einem großen Strandhotel direkt am Wasser. Ich höre das Meer rauschen und werde heute Nacht noch seeliger schlafen als schon die letzten Nächte. Das Leben ist schön.

Gestern gab es eine Bootstour mit so vielen Nilpferden, dass zählen unmöglich war. Sogar ein paar Babys waren dabei. Und abends machten wir einen Spaziergang durch den Ort und dort grasten zwei Nilpferde.
Bei den einen stehen die Rehe im Garten, bei den anderen die Nilpferde. Andere Länder, andere Sitten.

Nun bin ich aus der Badewanne gestiegen und noch genauso müde wie vorher, sodass ich einfach ins Bett gehe und dem Meeresrauschen lausche. Die nächsten Nächte werde ich wieder zelten, also bis irgendwann, wenn ich wieder Internet habe.
11.7.16 18:48


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung