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Nashorn

Mein erstes richtig afrikanisches Tier. Ein Nashorn. Morgens um kurz vor acht ging die Tour los. Wir fuhren und fuhren, da wir von Johannesburg bis zum Kruger Park kommen wollten. Klingt gut. Irgendwo auf der Strecke hielten wir an einer Tankstelle und unser Guide meinte, dass wenn wir zu den Toiletten durchgehen, haben wir eine gute Sicht auf das Hinterland und können die ersten Tiere entdecken. Strauße oder so. Und so ging auf die große Glasscheibe zu und traute meinen Augen nicht. Da lag ein Nashorn. Doch, zwischen den Antilopen liegt eindeutig ein Nashorn. Faszinierend! Und niemand ruft begeistert? Hüpft auf und ab? Ist das wirklich so normal hier?
Ich für meinen Teil bin zu schwach zum Hüpfen, aber innerlich bin ich absolut fassungslos. Noch kein halber Tag ist vorüber und schon hab ich ein Nashorn gesehen. Das ist ein guter Start für diesen Trip.

Mittlerweile habe ich diverse Nashörner, Elefanten, Nilpferde, Giraffen, Büffel, Hyänen und verdammt viele Antilopen drei verschiedener Sorten gesehen. Damit sind meine Erwartungen bereits meilenweit übertroffen, nur auf eins hoffe ich noch: einen Löwen.
___

Ansonsten bin ich leider weiterhin angeschlagen und verbringe jede freie Sekunde damit zu genesen. Insofern ist in der nächsten Zeit wirklich nicht mit mir zu rechnen.
7.7.16 18:24


Eine Nacht im Niemandsland

Nun habe ich mal eine ganze Nacht im Transferbereich eines Flughafens verbracht und war damit offiziell im Niemandsland. Ausgestempelt aus dem einen Land und nirgends eingestempelt. Ich hatte nicht vor, so viel Zeit am Flughafen zu verbringen, aber da mein zuerst gebuchter Flug gelöscht wurde, hatte ich keine andere Wahl. Und für ne Nacht am Flughafen hab ich erstaunlich gut geschlafen - natürlich mit meinem großen Schlafsack. Doch leider hat mich irgendein Virus erwischt und mein Kopf drohte zu platzen, sodass die Flüge kein Zuckerschlecken waren, aber der Flugbegleiter brachte mir zwei Literflaschen Wasser, sodass ich gut durchspülen konnte.

Nun bin ich in Südafrika angekommen, verbringe eine Nacht bei ner Couchsurferin und starte morgen eine Tour für drei Wochen von Johannesburg nach Kapstadt. Wir zelten mal wieder, sodass ich nicht weiß, wann ich Internet habe. Ich bemühe mich natürlich, mich vor Ablauf der Woche zu melden, aber versprechen kann ich nichts. Dafür bin ich wieder auf einer organisierten Tour und kann gar nicht verloren gehen.
4.7.16 18:21


Zurück im Paradies

Wieder einmal möchte ich noch schnell einen Eintrag verfassen, bevor das Internet ganz abbricht. Ich bin zurück im grünen Paradies mit dem Fluss vor der Tür, netter Gesellschaft und leckerem Essen. Wobei meine Gesellschaft alias Besitzer dieser Unterkunft gerade auf dem Weg zum Flughafen ist, sodass ich diesen Ort jetzt sogar für mich allein hab. Das Internet ist hundsmiserabel, aber bei so einer netten Umgebung macht das wenig aus. Ich entspanne mit quakenden Fröschen, zirpenden Grillen und gelegentlichem Prasseln von Regenschauer. Mein Gastgeber hat vor Abreise meine Weiterreise mit mir und für mich organisiert, sodass alles unter Dach und Fach ist und ich mich gänzlich zurücklegen darf.

Nach gesperrter Kreditkarte und gestrichenem Flug hab ich mir auch ein paar Tage der Ruhe verdient. Mittlerweile ist die Kreditkarte entsperrt, ein neuer Flug (selber Tag, selbe Strecke) gebucht und das Geld für den gelöschten Flug erstattet. Probleme sind da um sie zu lösen. Tschakka.

Ich werde morgen auf dem Balkon sitzen, die Atmosphäre genießen und auf den hübschen Kingfisher warten.
28.6.16 17:44


Tag 338 - Verfolgungsjagd des Hais

Auf den Malediven zu couchsurfen ist ein wenig wie couchsurfen auf Galápagos. Einfach nicht zu glauben.

Und heute war mal wieder ein grandioser Tag. Wir spazierten fünf Minuten zum Steg und stiegen in das erstbeste Boot, das dort anlegte und wurden zu einem schönen Schnorchelort gebracht. Fische, überall Fische. Tolle Farben, komische Formen - grandios. Dann ging es zu einem weiteren Schnorchelort, wo ich die größten Rochen meines bisherigen Lebens gesehen habe. Gigantisch.
Beim dritten vom Boot gleiten war es flacher, aber trotzdem weiter entfernt von Inseln als zuvor. Und da umkreisten wir einen Hai - oder er uns?

Doch auch im Dunkeln leicht bekleidet zum Supermarkt zu laufen, mir Äpfel, Nudeln und Pick Up zu besorgen (meine Ernährung ist gerade ziemlich europäisch), gehört zu diesem schönen Tag.

…leider auch die x-te Sperrung meiner Kreditkarte. Das ist wirklich zum Mäusemelken.
23.6.16 20:41


Tag 333 - Tagesausflug mit tuktuk

Im Grunde geht mir jeder tuktuk Fahrer tierisch auf die Nerven. Als ich in Kandy ankam, bekam ich einen Tipp für eine Unterkunft am See und stiefelte mit meinem Rucksack den Weg am Wasser entlang, als es zu regnen begann. Jeder tuktuk Fahrer fragte natürlich, ob ich nicht einsteigen will, erst recht bei Regen. Doch der Verkehr war so dicht, dass ich die tuktuks alle überholte und trotzdem fragten sie mich. Merken die denn nicht, dass ich schneller bin? Ab und zu rollten sie ein wenig weiter und fragten erneut. Doch im Ernst, ich bin zu Fuß schneller und verstehe nicht, warum sie ein simples „no, thank you“ nicht einfach akzeptieren können.
Ja, ich bin sehr genervt von dieser Sitte und freue mich unheimlich auf ruhige Spaziergänge in Ländern ohne tuktuks.

Entgegen meiner Antipathie diesen tuktuks gegenüber, kam es gestern dazu, dass ich eins für den ganzen Tag buchte. Dank eines schönen Zufalls kam ich zeitgleich mit einem anderen couchsurfer in Kandy an und wir planten einen Tagesausflug zu dem Löwenfelsen Sigiriya. Es gab einiges hin und her (spannende Geschichte, aber zu lang), doch wir stiegen gegen halb 9 in ein tuktuk und schuckelten stundenlang gen Norden. Witziger Weise kamen wir zeitgleich mit anderen Touristen am Zielort an, die mehr als ne Stunde vor uns aufbrachen.

Dann hieß es Treppen steigen. Irgendwie hat mir niemand gesagt, dass ich auf Wendeltreppen und wackeligen gittern den Felsen erklimmen werde. Doch trotz des Windes kam ich (natürlich schweißtriefend) oben an und genoss die Aussicht. Der Eintrittspreis ist ne Frechheit, aber die Aussicht war wirklich schön.

Als wir wieder unten waren, ging es noch zu zwei Tempeln in der Gegend und dann schoben wir das tuktuk ne Weile die Straße entlang, da der Motor nicht mehr anspringen wollte. Also rannten wir ein Stück bis es bergab ging und sprangen dann ins rollende Gefährt. Nun kann ich sagen, dass ich auch das mal erlebt habe.

Alles in allem ein schöner Tag, auch wenn ich nach wie vor ungern - oder immer weniger gern - Tourist bin.
19.6.16 05:40


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