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Tag 372 - Tafelberg

Das Einzige, was man mich fragte, als ich von Südafrika, Johannesburg und Kapstadt sprach, war, ob ich zum Tafelberg möchte. Tafelberg? Nie gehört. (Ja, ich bin ungebildet.) Und so wusste ich nichts zu antworten, bis ich auf meiner Camping Tour davon hörte, dass der table mountain (zu deutsch Tafelberg) IN Kapstadt ist. Nicht nur in der Nähe, sondern in der Stadt. Ja, also dann will ich da wohl hin.
Und während wir in unserem Truck immer näher kamen, hörte ich mehr und mehr vom Tafelberg, sodass ich es auf die Liste setzte. Tafelberg besteigen. Nein, nicht mit der Seilbahn fahren. Dann kamen wir Sonntagabend in Kapstadt an und Montag verbrachte ich bei gutem Wetter mit meinem Couchsurfer. Dienstag war der erste Tag mit Dauerregen. Es gab zwei Tage seit meiner Ankunft in Afrika, an denen es bewölkt war und womöglich ein wenig regnete, aber ansonsten war immer strahlend blauer Himmel am Tag und sternenklare Nacht. Und hier ist Winter!
Wie dem auch sei, am Dienstag stieg ich nicht auf den Tafelberg. Aber heute. Ich verließ um 7h morgens die Dunkelkammer (auch Schlafzimmer genannt) meines Couchsurfers und sah wieder strahlend blauen Himmel. Na dann, wollen wir mal.

Mit zwei Mal umsteigen kam ich dann zur Station der Seilbahn, von wo aus man los läuft. Erst ne Weile auf der Straße und dann steil bergauf. Wirklich steil. Große Steine werden erklommen und ich ging frohen Schrittes, in mittelmäßigem Tempo bergauf. Mir ging die Puste aus. Ja, die Oberschenkel hatten auch gut zu tun, aber wenn, dann ging mir die Puste aus. Doch das hinderte mich nicht daran, nach und nach immer mehr Leute zu überholen, bis ich nach eineinhalb Stunden oben ankam und vor einer großen, weißen Wolke stand. Wenn es irgendwo in Kapstadt eine Wolke gibt, dann am Tafelberg. Doch sie hing nur auf einer Seite, sodass ich auf der anderen die Aussicht genießen konnte. Schon schön. Und so aß ich gemütlich Apfel und Banane (den Apfel bekam ich von einer sehr fürsorglichen Mutter auf dem Straßenstück, die ich nach dem Weg fragte, nachdem sie meine Wasserflasche inspizierte und fragte, ob ich genug Wasser dabei habe, mit dem Kommentar: „You will need it.“) mit schöner Aussicht, eh ich mich an den Abstieg machte.
Schon auf dem Weg nach oben stellte ich fest, dass die herunterkommenden Menschen nicht sehr entspannt aussahen. Und dann verstand ich auch warum. Auf dem Weg nach oben geht einem die Puste aus und die Oberschenkel könnten sich melden, aber auf dem Weg nach unten sind es ausschließlich die Beine. Und die begannen irgendwann sogar zu zittern. Offensichtlich unterschätzte ich weiterhin die Anstrengung des Abstiegs. Runter ist nicht immer leichter als rauf. Und ich hatte genug Energie zur Verfügung, da ich Nudeln, Müsli und sogar Brot mit Frischkäse gefrühstückt hatte.
Doch ich fand eine Abzweigung, bei der ich ne Weile entlang des Berges ging, sodass meine Beine sich erholen konnten. Außerdem kam ich so den vorher entdeckten Wasserfällen näher. Nah, näher, am Nächsten. Durch einen musste ich sogar durchlaufen. Und das im Winter!

So kam ich unbeschadet wieder bei der Seilbahn an und wartete auf den Bus. Es war eine herrliche Wanderung!

Und achso, warum die Wochentage oben wichtig waren? Weil seit Montag (ich erinnere: wir kamen Sonntagabend an) die Seilbahn für zwei Wochen nicht fährt ;-)
…meine armen Mitreisenden der Campingtour. Die wollten doch fast alle auf den Berg rauf und dann gemütlich runterfahren.
27.7.16 20:59
 


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